[Rezension] M. Leighton - Addicted To You [1]




Originaltitel:
Bad Boy Trilogie - Down to You [1]
Reihe: [1/3]

Format: Taschenbuch

Genre: New Adult, Roman, Romantik, Erotik, Slice of Life
Release: April 2014

Seiten:
336
Kapitel: 41

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-41832-5

Preis: 8,99 € [D], 9,30 € [A]







Es geht nicht darum, was du willst,
es geht darum, was du brauchst.
» Doch es ist sein Gesicht, das mir immer wieder den Atem verschlägt. Er sieht besser aus, als jeder, der mir je begegnet ist, und sein Blick und sein Lächeln haben heute etwas an sich, das die Luft zwischen uns zum Flimmern bringt. Und obwohl ich das Risiko ziemlich genau kenne, möchte ich mich kopfüber in die Flammen stürzen. «

Quelle: Verlag




 

Auf dem Junggesellinnenabschied ihrer Freundin lernt die Studentin Olivia Townsend (Liv) den coolen Clubbesitzer Cash Davenport kennen, einen Bad Boy, wie er im Buche steht. Eigentlich hat Liv genug von Typen wie ihm, zu oft hat sie sich in der Vergangenheit schon die Finger verbrannt und musste bittere Enttäuschungen erleben. Und dann lernt sie durch einen Zufall auch noch seinen Bruder Nash kennen und ist maßlos verwirrt - die beiden Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Denn während Cash sexy und rebellisch ist, verkörpert Nash alles, wonach Liv bei einem Mann immer gesucht hat: er ist charmant, intelligent, witzig und zuverlässig. Liv ist hin- und hergerissen, und auch die beiden Brüder können ihr Verlangen nach ihr nur schwer bändigen. Es entspinnt sich ein Liebesreigen der ganz besonderen Art, und Liv weiß, dass sie sich eines Tages entscheiden muss. Werden Herz oder Vernunft das Rennen machen?
Quelle: Verlag






Cover: Während bereits ähnliche Cover bei anderen Büchern zu sehen sind, muss ich sagen, dass mir dieses Cover gefällt. Es passt eindeutig zur Geschichte. Wobei mir bei diesem Cover etwas fehlt. Immerhin war bei dem Klappentext die Rede von Zwillingsbrüdern! Ich hätte es interessant gefunden, wenn dieser ebenfalls auf dem Cover abgebildet wäre und das schreibe ich, ohne von der eigentlichen Geschichte, voreingenommen zu sein.
Mir gefällt die Wahl auf ein schwarz-weißes Motiv, da mir die schwarz-weiß-Fotografie ohnehin sehr gefällt. In diesem Sinne, kann ich mich gar nicht negativ über das Cover auslassen. Das Gegenteil ist der Fall. Gut, wie gesagt, gibt es das Cover bereits in ähnlichen Versionen - und wenn man bereits mehrere Bücher dieser Autorin gelesen hat, bleibt die Ähnlichkeit bei ihren Büchern stets vorhanden - aber mir gefällt die Haltung der Charaktere.
Die Schriftart und Farbwahl wurden gut getroffen - obwohl meine Lieblingsfarbe vorhanden ist, hätte ich es besser gefunden, wenn auch der Titel in der gleichen Farbe beschrieben gewesen wäre. Wenn die Farbe bereits für den Untertitel und die Umrandung genutzt wurde, hätte sie doch doch auch für den Titel des Buches genutzt werden können. Ich bin mir sicher, dass es nochmals besser gepasst hätte. Wobei ich der Meinung bin, dass das Bunte drum herum, das schwarz-weiß-Bild etwas in den Hintergrund rutschen lässt und wirklich nicht zusammen passt. Schwarz oder graue Farbtöne wären durchaus praktischer gewesen...


 

Erster Satz: Mir ist ein bisschen schwummerig vom Alkohol, aber auf angenehme Art.
Inhalt: Die Protagonistin Olivia befindet sich auf einem Junggesellinnenabschied, während die Damen, den Tag für sich nutzen und ihn in vollen Zügen auskosten. Doch wenn es darauf ankommt, wird die Protagonistin vorgeschickt, um Taten sprechen zu lassen. So kommt es dazu, dass Olivia auf Cash trifft, wobei sich das Schauspiel der ersten Begegnung - eher als ein amüsanter Irrtum entpuppt.
Die Geschichte ist eigentlich schnell erklärt, gerade jene von Olivia. Ihr Treffen mit Cash soll nicht nur bei einem Missverständnis bleiben. Amüsanter Weise wird dadurch nicht nur die schüchterne Seite der Protagonistin, sondern auch ihre Komplexe hervor gerufen - von denen wir noch öfters hören. In diesem Sinne muss ich dennoch sagen, dass die Geschichte etwas interessantes an sich hat. Dies muss ich einfach betonen! Immerhin machte der Anfang einen zu offensichtlichen Eindruck auf mich, sodass die Prozedur zu erahnen ist! Je mehr ich von der Geschichte erfuhr, desto begeisteter war ich jedoch eigentlich von der Idee, die dahinter steckt! Der Gedanke blieb vorhanden, als Olivia den 'Stripper' von dem vorherigen Abend in der gleichen Wohnung vorfindet, in der sie lebt. Für Olivia wird es nicht nur aus dem Grund unangenehm, da sie natürlich nicht vergessen hat, was mit jener Person am vorherigen Abend geschehen ist. Und ab diesem Punkt wurde es für mich interessant, da der Leser selbst von ihren Gedanken ausgeht, die ihr im Kopf schwirren.
Auch wenn die Grundidee interessant ist und eigentlich etwas - zumindest im Laufe der Geschichte - spannendes an sich hat, muss ich gestehen, dass die Story nichts beinhielt, dass mich wirklich vom Hocker hätte werfen können. Vieles in der Geschichte nahm einen gewöhnlichen Trott an, schien sich an einer Reihenfolge zu halten und sich in späteren Kapiteln zu wiederholen. Von Spannung kann nicht die Rede sein - zumindest lässt sich diese doch eher viel, viel später blicken, die ich in dieser Geschichte vermisst hatte.
Sicher, ich möchte nicht zu schnell und voreilig urteilen, da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt aber gerade bei dem ersten Teil, hätte man viel mehr rausholen können. Die Charaktere hätten besser agieren können, anstatt immer wieder in das gleiche Muster zu fallen. Ich hoffe, dass der zweite Teil mehr Spannung verspricht und ja, dies beziehe ich vorallem auf die Zwillinge, die Blut geleckt haben!



Schreibstil
: Die Geschichte ist stets in der Ich-Form beschrieben und dies nicht nur aus der Perspektive der Protagonistin, sondern auch aus jener des Clubbesitzers Cash. Wie auch schon bei dem anderen Werk der Autorin, kommen auch bei diesem Buch die Gedanken, Eindrücke, Emotionen und wieder einmal das Verlangen der Charaktere, gut zur Geltung. Auch bei diesem Buch wechseln sich die Perspektiven, Kapitel für Kapitel - wobei es nicht nur bei den beiden Perspektiven bleibt, sondern jene von Cashs Zwillingsbruder hinzu kommt. Zwar kam dies etwas überraschend aber die Geschichte geriet dadurch nicht ins Stolpern - wobei ich mich frage, ob dies bei solch einem Inhalt und so kurzen Kapiteln überhaupt möglich ist. An manchen Stellen wäre es nicht verkehrt gewesen, wieder einmal mit einem Perspektivenwechsel zu warten, anstatt es gequetscht wirken zu lassen. Durch die dazu kommende, beschriebene Perspektive, wurde daran auch nicht unbedingt etwas geändert.
Trotz allem hat die Autorin einen flüssigen Schreibstil, sodass auch bei diesem Buch schnell viele Kapitel durchgelesen sind. Dennoch punktet die Autorin nicht an allen Stellen. Den Zwillingsbruder von dem so genannten Badboy Cash - Nash zu nennen, würde ich nicht gerade als eine kreative Phase bezeichnen. Es gibt so viele, schöne Namen (ich möchte nicht behaupten, dass die beiden Namen furchtbar sind) aber...stellt euch doch bitte die Vorstellung der Charaktere vor! "Hey, ich bin Cash und das ist mein Bruder Nash!" Sorry aber..
Abgesehen von der Namenswahl, schafft die Autorin es, all ihre Charaktere nicht eintönig und somit langweilig erscheinen zu lassen, gerade das hatte mich doch ein wenig überrascht. Ich wollte damit rechnen, dass irgendein Charakter von den dreien zu kurz kommt, plötzlich vernachlässigt wird, sich zum negativen entwickelt, sodass sich 'seine' Kapitel eher langweilig gestalten, durch die man sich einfach kämpfen muss.
Die Autorin hat einen leichten und flüssigen Schreibstil, sodass eigentlich in kurzer Zeit viele Seiten gelesen sind, die mich noch dazu köstlich amüsiert haben, doch dazu später mehr. Eigentlich habe ich an dem Schreibstil nicht viel zu bemängeln, da er mir bezüglich der gewählten Genre optimal erschien. Ein Punkt muss ich dennoch abziehen und dies konzentriert sich auf den Fakt, dass es zu viele Wiederholungen gab! Von den Beschreibungen vom besten Stück des Mannes will ich erst gar nicht anfangen. Lasst euch nur gesagt sein, nehmt euch bitte kein Beispiel daran - egal ob ihr selbst eine Geschichte zum Leben erwecken wollt oder in sonstigen Situationen, lasst es einfach, vertraut mir.


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Olivia (Liv): Olivia erschien mir in manchen Situationen zu angespannt und dies beziehe ich nicht auf den Junggesellinabschied. Ich weiß nicht, wie oft ich mir gedacht habe "Mädel, riskier doch mal etwas!"
Sicher, wenn ich an ihre Familie denke, so hat sie ein gutes Herz und ist durchaus eine liebe Tochter aber muss sie nur deswegen zu einem grauen Mäuschen werden? Mir kam es nicht nur einmal so vor, als müsste sie in verschiedene Richtungen geschubst werden, damit sie endlich etwas wagt.
Wenn sich der Leser auf Olivia einlassen und sie verstehen möchte, dann wird es ihm verdammt schwer gemacht! Ich hatte meine Schwierigkeiten mit ihr und die Tatsache, dass sie sich in Gedanken selbst schlecht macht, besänftigt mich auch nicht sonderlich. Dennoch gefiel sie mir als Protagonistin, zwar ist Olivia schüchtern aber nicht auf den Mund gefallen. Immerhin, da Olivia ansonsten den typischen Frauen dieser Genre entspricht. Sie ist nunmal eine Figur, die nett und unschuldig ist, die nicht selbst von ihrem guten Aussehen geblendet wird und stets verlegen wirkt, wenn sie darauf angesprochen wird.
Dass sie spätestens dann weiß, was sie will, sobald eine bestimmte Person den Raum betritt, war nicht überraschend, schließlich kommt es doch oft vor, dass die Charaktere ein völlig anderes Auftreten an den Tag legen und durch einen - ach so heißen - Typen eine Veränderung durchmachen, die sich komplett dem eigentlichen Wesen widerspricht.
Hätte sich die Protagonistin aus weiteren und vor allem anderen Gründen entwickelt - wie es in der Story schon einmal der Fall war, hätte ich es viel passender und glaubwürdiger gefunden. Schade, Olivia! Schade!


Cash: Ich wage mich nicht, die Bezeichnung vom Buch aufzugreifen, die für ihn gewählt wurde - weil ich ansonsten nicht meine Meinung, die ich von Cash habe, überbringen kann, ohne dabei schmunzeln zu müssen.
Cash entspricht dem üblichen Auftreten, sieht gut aus, wirkt unwiderstehlich und wird als ein Bad Boy bezeichnet. An dieser Stelle spare ich mir die Definition. Allerdings gehört für mich einiges zum Bad Boy und in diesem Zusammenhang kann Cash alles sein, nur nicht das.
Die Bezeichnung passt absolut nicht zu ihm, da er nichts dergleichen getan hat. Wow, Cash will Olivia unbedingt aus diese und jene Gründe aber, hat stets vulgäre Gedanken, sobald er sie nur sieht - und wird deswegen als Bad Boy bezeichnet! Really? Tut mir leid aber da schaffen es die Jugendlektüren es um einiges besser, einem Bad Boy Leben einzuhauchen und dazu bedarf es noch nicht einmal erotische Anspielungen!
Gut, Cash ist ein Herzensbrecher und sucht keine emotionale Bindung - dies merkt man ihm auf Anhieb an, sodass es gar nicht nätig ist, darüber zu sprechen. Aber ansonsten wirkte er mir in diesem Buch zu grau. Etwas fehlte. Nein, mir fehlte vieles, vieles an ihm.

Da fand ich seinen Zwillingsbruder schon viel interessanter, der das komplette Gegenteil von sich zeigt. Aufgeschlossen, aufmerksam, hilfsbereit, charmant, treu und verantwortungsbewusst. Aber nicht gerade mit dem besten Namen gesegnet, armer Nash! Ich hoffe, dass die Brüder im Laufe der Bücher noch etwas Farbe annehmen, mehr in Aktion treten und dies nicht unbedingt im Sinne, Olivia am schnellsten die Kleidung vom Leibe zu reißen.


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Ihr lieben Bücherbegeisterten!
Wenn ihr auf der Suche, nach einer wirklichen Bad-Boy-Geschichte seid, dann ist dieses Buch nicht die optimalste Wahl. Wenn ihr wirklich nur darauf aus seid und euch solche Geschichten begeistern, dann seht euch nach einem anderen Buch um, denn in dieser Geschichte wird nur mit der Bezeichnung Bad Boy um sich geworfen aber die Taten fehlen.
Aber wenn ihr an Dreiecksbeziehungen und Geheimnissen interessiert seid, dann seid ihr bei diesem Buch genau richtig! Mich hat die Grundidee überzeugt, sodass ich wenigstens noch den zweiten Teil lesen möchte, ehe ich entscheide, ob ich die Reihe abbreche oder wirklich mit dem letzten Band beenden werde.




 



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