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20. Juli 2019

[Rezension] Colleen Hoover - Too Late







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Inhalt:
Asa verengt die Augen, legt seine Hände um meine Oberarme und lässt sie sanft auf- und abgleiten, drückt dann aber plötzlich so unerwartet fest zu, dass ich vor Schmerz aufkeuche. Asa hat mir bis jetzt noch nie körperlich wehgetan, aber viel schlimmer schmerzt, dass er meinen Stolz verletzt hat. Am liebsten würde ich ein paar Klamotten packen, zur Tür rausstürmen und nie mehr wiederkommen.
Ich will weg von hier.
Ich will weg.
Nur weg.
Aber ich kann nicht.
Weil es hier nicht nur um mich geht.
Quelle: Verlag








 Erster Satz: Warme Finger sind mit meinen verflochten und drücken meine Hände tief in die Matraze.

"Dieses Buch wird definitiv neu und anders werden und ich habe Angst davor."
Dies war der erste Satz, der mir im Kopf schwirrte, wobei 'Angst' etwas übertrieben war. Ich finde es sehr wichtig, dass der Leser bereits einige Werke der Autorin gelesen haben sollte. Nicht etwa aus dem Grund, um sich mit dem Schreibstil der Autorin anzufreunden, sondern um sich darüber bewusst zu sein, dass ihre Geschichen anders, emotionaler und persönlicher gestaltet sein könnten. Aus diesem Grund dachte ich, dass ich eigentlich vorbereitet sein dürfte und mich nichts mehr so schnell schocken könnte - aber damit lag ich falsch.

Bereits zu Beginn wird nur all zu deutlich, in was für eine Art für Beziehung die Protagonistin Sloan lebt. Während ich dies schon für bemitleidenswert fand, wurde die Krone immer höher gesetzt, in dem eine Situation nach der anderen mit Grausamkeit übertroffen wurde. Ich kann es nicht anders ausdrücken.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven beschrieben, sodass sich der Leser von den Protagonisten ein ausreichendes Bild machen kann - wie es im Endeffekt ausfällt, ist natürlich jedem selbst überlassen.


Mit jedem Kapitel steigt die Spannung und ich muss zugeben, dass ich mich etwas unbehangen gefühlt habe. Während der Leser sonst ungefähr erahnen kann welche Tragödie sich ereignet, fand ich es bei dieser Geschichte schwieriger. Das soll nicht negativ bewertet werden. Ich fand diesen Fakt sogar gut. Auch wenn sich die Situation überschlugen und ich oft gedacht habe, dass ich eine Pause von dem Buch brauche, konnte ich dennoch nicht aufhören zu lesen.  Ich musste wissen wie es weitergeht und auch wie es sich um Asa weiterentwickelt.

Selbst wenn es deutlich ist, welche Rolle Asa annimmt, wird mit der Zeit dennoch ein anderes Bild übermittelt. Wenn es um Psychologie geht, werde ich schnell hellhörig und dies hat die Autorin hier sehr gut getroffen und vor allem gut umgesetzt.

Die Entwicklung der Protagonistin Sloan fand ich ehrlich gesagt katastrophal. Zu Beginn hatte ich Mitleid mit ihr, während ich ihren frechen Umgang mit Carter noch amüsant fand, fand ich es auf der anderen Seite schade, dass sie sich genau zu dem entwickelt hatte, wovor sie sich selbst die Zeit gefürchtet hatte.
Mir ist bewusst, aus welchen Gründen Sloan gegen Ende gehandelt hat, gewisser Weise dürfte man auch sagen, dass es ihr zusteht aber all das wurde zu übertrieben dargestellt.


Fazit: Too Late ist definitiv ein neues Hoover-Buch und sollte nich von "Hoover-Neueinsteiger" gelesen werden. Wenn ihr trotzdem neugierig seid, fangt bitte mit "Maybe Someday" oder "Weil ich Layken/Will liebe" oder meinetwegen auch mit "Hope Forever" an. Letzteres würde euch vermutlich besser vorbereiten.
Too Late hat eine düstere Atmosphäre und nennt die Dimnge beim Namen. In diesem Buch wird absolut nichts beschönigt. Ich für meinen Teil fand die Geschichte etwas schockierend aber auch auf ihre Art fesselnd. Mit etwas weniger Übertreibung muss ich zugeben, dass ich neugierig auf eine weitere Geschichte dieser Art wäre und sie auch lesen würde.





Eckdaten

Originaltitel: Too Late
Release: 22. März 2019
Format: Klappenbroschur
Genre: Roman, Slice of Life, Drama
Verlag: Bold
ISBN:
978-3-423-79044-4
Preis: 14,90 € [D]

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