22 Juni 2016

[Rezension] Estelle Maskame - Dark Love [2]




Verlag: Heyne ISBN: 978-3-453-27064-0



Inhalt: WAHRE LIEBE KENNT KEINE REGELN
Vor genau dreihundertneunundfünfzig Tagen hat Eden ihn zuletzt gesehen - ihren Stiefbruder Tyler. Den Jungen, den sie heimlich liebt. Den sie aber eigentlich nicht lieben darf, weil ihre Familie strikt dagegen ist. Doch nun endlich werden sie einen herrlichen Sommer gemeinsam verbringen: in New York, der Stadt, die nie schläft. Mit tausend Schmetterlingen im Bauch kommt Eden am Flughafen an, und als sie in Tylers smaragdgrüne Augen blickt, ist es auch um sie geschehen. Gemeinsam streifen sie durch den Big Apple, und es wird immer klarer, dass die beiden nicht voneinadner loskommen. Werden sie ihren verbotenen Gefühlen widerstehen können?
Quelle: Verlag

Klapptext: » Seine Nähe fühlt sich so skandalös an, so falsch, doch das macht es nur umso aufregender. Ich erlebe einen einzigen Adrenalinrausch. Das Schlimmste aber ist, dass ich genau weiß, dass es eigentlich nicht passieren dürfte. Noch nicht! Nicht, solange ich mit Dean zusammen bin. Ich fühle mich schuldig, weil ich Tyler liebe. Ich schäme mich. Es kommt mir nicht fair vor. Und ich glaube, dass wir füreinander immer unser größtes Geheimnis bleiben werden... « Quelle: Verlag







Cover: Bei diesem Cover sticht heraus, welcher Ort im zweiten Band, das Zentrum sein wird. Die halb abgebildete Statue und das viele Treiben auf der Straße, sollten als Hinweis genügen.
Zum einem wäre dort die Freiheitsstatue, die auf dem ersten Bild abgebildet ist. Die Freiheitsstatue - oder auch als Statue of Liberty bekannt -, die als Symbol für die Freiheit in den Vereinigten Staaten steht. wenn ich das Cover auf die Geschichte und allgemein auf die Protagonisten beziehe - unabhängig davon, dass die Freiheitsstatue, eine der Sehenswürdigkeiten in New York ist -, ist jenes Bild gut gewählt. Hinzu kommt der Time Square, ind essen Bezirk sich Cafés, Fast-Food-Ketten, Andenkgeschäfte uvm. befinden. Die jenigen, die New York kennen und bereits besucht haben, werden es besser wissen und beschreiben können. Falls nicht: dafür ist der Fremdenführer Tyler da!
Bei meiner Rezension bezüglich des ersten Bandes, hatte ich gemeint, dass ich es schade finde, dass die Cover von der Gestaltung her gleich bleiben. Dies ziehe ich hiermit zurück. Nachdem ich das zweite Buch in meinen Händen hielt, fand ich genau diese Tatsache perfekt. So wie ich es auch auf die Schriftzüge beziehen kann, die sich nicht vom ersten Band unterscheiden. Genau jene Tatsachen finde ich inzwischen optimal, immerhin passt dies schließlich doch zur Reihe.
Inzwischen habe ich mich auch sehr an die Fotocover gewöhnt - auch wenn Tylers Erscheinung nicht komplett zur Beschreibung passt. Ich mag es, die beiden zusammen auf den Bidlern zu sehen, da sie mich dadurch schließlich auch mehr in ihren Bann ziehen. Ich schätze, dass wir alle die Selfies inzwischen nur zu gut kennen. Die besten Fotos von sich, kann oft doch nur die eigene Person knipsen, so wie es schließlich auch Eden an mit ihren Selfies, auf dem Fotocover, von sich zeigt. Noch besser hätte ich es sogar gefunden, wenn sich der jeweilige Ort in Edens Sonnenbrille gespiegelt hätte, an dem sie sich je nach Foto aufhält - aber man kann bekannt nicht alles haben.



Inhalt: Zwei Jahre sind inzwischen vergangen, als die Protagonistin Eden, der Einladung ihres Vaters nachgekommen ist und dort seine neue Familie kennenlernt. Während die Begeisterung anfangs nicht auf Edens Seite war, gab es mit der Zeit viele Parties, Konflikte aber auch knisternde Momente zwischen ihr und ihrem Stiefbruder Tyler. Innerhalb dieser zwei Jahre kann sich vieles ändern und jene Gedanken verbindet Eden, mit einer gewissen Angst, während sie wieder bei ihrer Mutter lebt und ihren Stiefbruder erst nach diesen zwei Jahren wiedersieht.
So sehr ich Edens Vorfreude, Aufregung und Gedanken verstehen konnte, stutzte ich ein wenig bei den ersten Informationen. Schließlich schien sich ihre Einstellung doch geändert zu haben, sodass eine andere Person eigentlich im Fokus ihres Interesses stehen sollte. Eine von all den negativen Eigenschaften, die ich nicht ausstehen kann, auch wenn ich es verstehen kann. Selbst wenn ich die Momente zwischen Eden und Tyler selbst spannend fand und mich somit kaum von diesen losreißen konnte.
Nach all den Parties im ersten Band, hatte ich ehrlich gesagt mit solch einer Fortsetzung gerechnet. Doch man merkt schnell, dass man die Rolle einer etwas reiferen Protagonistin rutscht, die wieder auf ihren Stiefbruder trifft, der ebenfalls an Reife gewonnen hat. Dies ist nicht nur durch sein allgemeines Auftreten zu merken, sondern auch daran, welche Schritte Tyler in die Richtung seiner Zukunft tätigt. Dies hatte mich positiv überrascht, da ich doch noch seine Verhaltensmuster vom ersten Band vor Augen hatte. Dies hebt somit nicht nur die Protagonistin positiv hervor, sondern auch Tyler selbst.
Da die Zeitspanne zwischen der Erscheinung des ersten und zweiten Bandes nicht all zu groß ist, sorgt diese dafür, dass sich der Leser wieder auf Anhieb in der Geschichte von den Stiefgeschwistern befindet und von dieser eingenommen wird. Doch dieses Mal schien es mir so, dass einige Situationen mit zu viel Dramatik ausgestattet waren. Die jeweiligen Situationen schienen mir auch erzwungen zu sein. So unpassend es auch sein mochte, es musste unbedingt etwas von der Dramatik, in die freien Stellen gesteckt werden. Auch wenn ich die Reaktionen verständlcih fand, war ich von jenem Verhalten weder beeindruckt noch begeistert, gerade weil ich doch von einer gewissen Reife ausgehen wollte.
Das Buch beinhaltet auch in diesem Teil eine Achterbahn der Gefühle, die eine größere Fahrt auf den Schienen annimmt. Auch wenn mir die Geschichte gefällt und ich die Hauptthematik des Buches weniger kritisch betrachte, wollten mir so einige Situationen und Verhaltensweisen - gerade jene der Protagonistin - gar nicht gefallen. Sicher, die Spannung steigt durchaus, doch so waren einige Diskussionen oder gar Konflikte überflüssig. Aus diesem Grund hieß ich unbeschwerte Situationen willkommen, die in dem Buch zwar viel zu kurz kamen aber für eine angenehme Abwechslung sorgten.


Schreibstil: Estelle Maskames Schreibstil sorgt dafür, dass der Leser auf leichtem Wege vond er Geschichte eingenommen wird. Der Schreibstil ist nach wie vor einfach und angenehm. Ehrlich gesagt: ich hatte beim zweiten Band mit einem plötzlichen Perspektivenwechsel gerechnet, der jedoch nicht eintraf. Auf der einen Seite muss ich sagen, dass ich bei dieser Geschichte einen Perspektivenwechsel interessant gefunden hätte aber auf der anderen Seite war ich doch froh darüber, dass er nicht eintraf. Dafür hatte ich mich zu sehr an Edens Perspektive, Eindrücke und Gedankenwelt gewöhnt.
Nach wie vor finde ich die Situationen verständlich beschrieben und selbst wenn manche Diskussionen oder gar Konflikte unnötig waren, fand ich sie interessant. Durch ihre Art zu schreiben, hat der Leser einen guten Blick auf die Entwicklungen der Charaktere - auch wenn es eine gewisse Person nie lernen wird, sich auf eine positive Seite zu ändern.
Durch Estelles flüssigen Schreibstil, sollte es dem Leser gelingen, sich auf die unterschiedlichen Situationen einzulassen. Nach all den Situationen muss ich zugeben, dass mir die einfachen in diesem Band am besten gefielen. Diese Unbeschwertheit, die den Leser selbst zum schmunzeln bringen dürfte. Auch, wenn sich einige Romanzszenen mit jenen aus dem Vorgänger glichen, fand ich sie lockend sowie packend.
So sehr es mir auch gefällt, hielt ich bei manchen Beschreibungen inne, da diese hätten anders beschrieben werden können, anstatt die alltäglichen Sprachmittel zu nutzen.

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Charaktere


Eden
Eine gewisse Entwicklung ist bereits bei Eden zu merken, wenn ich an all die vergangenen Parties denke, an denen sie teilgenommen hat. Oder wenn ich mir meine ersten Gedanken über Eden vor Augen halte, sie könnte einen verzogenen Charakter haben. Auch wenn ich dies nicht so wahrnehme und ihren Standpunkt verstehen kann, gibt es Verhaltensweisen von ihr, die ich nicht gut heiße. Gerne hätte ich eine andere Einstellung von ihr gesehen.
Auch wenn dies nicht wirklich zu den positiven Charaktereigenschaften gehört, gefällt mir ihre unsichere Seite dennoch, die einen Charakter nicht all zu perfekt wirken lässt. Eben diese Eigenschaft - perfekt zu sein - scheint mir bei Eden unpassend zu sein. Gerade weil sich Eden, nach wie vor, viel zu viele Gedanken macht, würde es sich mit ihrem eigentlichen Charakter widersprechen. Sich viel zu viele Gedanken zu machen, kann durchaus eine nervige Eigenschaft sein, die leider nur schwer abzulegen ist. Vielleicht hat mich dies nicht immer an Eden gestört, da es mir doch nur all zu bekannt vorkommt.
Durchaus kann dies auf eine unsichere Seite zurückgeführt werden, die bei Eden nicht zu knapp die Oberhand gewinnt und sich auslebt. Eden scheint nicht nur ein emotionaler Mensch zu sein, sondern lässt sich auch oft von ihren Gefühlen leiten, sodass sie sich in Situationen manövriert, die sie wahrscheinlich nicht bewusst hervorrufen möchte. Aus diesem Grund kann ihre Verhaltensweise etwas anstrengendes an sich haben. Gerade diese Eigenschaft kommt deutlich zur Geltung.
So hatte ich das Geüfhl, dass die eigentliche, schüchterne und verliebte Seite von Eden, immer weiter in den Hintergrund rutscht. Trotzdem bin ich auf weitere Entwicklungen gespannt und neugierig darauf, welches Bild sie im Endeffekt von sich zeigen wird.


Tyler
Bei Tyler muss ich zugeben, dass ich nicht mit solch einer Entwicklung gerechnet hätte! Während man am Anfang den Gedanken mit der Protagonistin teilt und ihn somit für einen Idioten hält, erlebt man eine Wendung um 180 Grad!
Natürlich ist sein selbstbewusstes Verhalten immer noch vorhanden aber so hat seine aggressive Seite nachgelassen. In diesem Zusammenhang muss ich natürlich sagen, dass mir seine selbstsichere Seite und koketten Anspielungen durchaus besser gefallen. Unter anderem habe ich großen Respekt vor seinem Vorhaben und den dazugehörigen Schritten, die er in jene Richtung tätigt. Wenn er im ersten Band von seinem Vorhaben erzählt hätte, hätte ich es ihm niemals geglaubt. Inzwischen denke ich jedoch, dass er genau der Richtige dafür ist.
Aus diesem Grund gefällt mir schließlich auch seine Einstellung. Auch wenn ich mit einem gewissen Haken rechne, denn so einfach stelle ich es mir nicht vor. Im ersten Band war es Tylers sanfte Seite, die mich überrascht hatte und im zweiten Band sollte es seine vernünftige Seite sein, die er von sich zeigt, während ihm Eden mit einer egozentrischen Seite gegenüber tritt.
Im zweiten Band hat mich Tyler vollends überzeugen können und warf ein llig anderes Bild auf seine eigene Erscheinung. Hut ab, denn wenn ich an seine eigene Geschichte und Verhaltensweise denke, von denen der Leser im ersten Band erfahren hatte, muss ich zugeben, dass er großartiges für seine eigene Person geleistet hat.
Ich fände es optimal, wenn es dabei bleiben oder sich sogar steigern würde.

     
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Fazit


Estelle Maskame hatte micha uch beim zweiten Band in ihrem Bann ziehen können. Auch wenn mir die Einstellung der Protagonistin nicht immer gefiel, konnte ich sie doch verstehen und ließ mich von der Echtheit der Charaktere überzeugen.
Die verschiedenen Situationen lassen den Leser auch mal durchatmen, sodass eine Anspannung nicht dauerhaft vorhanden ist, während die Geschichte dennoch interessant gestaltet ist.
Auch wenn ich selbst finde, dass so manche Konflikte und Diskussionen überflüssig waren, hat mich der zweite Teil der Reihe überzeugt und die Vorfreude auf den dritten Teil geweckt!
Selbst wenn ich es schade finde, dass es sich dabei um das letzte Band handelt, habe ich von dem ungleichen Paar noch nicht genug.




Reihe
 








 

Erscheinungsdaten

Dark Love

  • Dich darf ich nicht lieben [1]- bereits erschienen
  • Dich darf ich nicht finden [2] - bereits erschienen
  • Dich darf ich nicht begehren [3] - August 2016 


  

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