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4. Juli 2020

[Rezension] Colleen Hoover - Verity




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Inhalt: Ein unmoralisches Angebot.
Eine unmögliche Liebe.
Und ein Tagebuch, das Unvorstellbares enthüllt...

Eigentlich wollte Lowen Ashleigh nur die gefeierten Psychothriller von Verity Crowford weiterschreiben, die seit einem Unfall nicht mehr ansprechbar ist. Doch mit zweierlei hat Lowen nicht gerechnet: dass sie sich in Veritys Mann verlieben würde und dass sie im Haus der Crawfords eine lebensbedrohenede Entdeckung machen würde...
Quelle: Verlag








 Erster Satz: Erst höre ich das Geräusch seines berstenden Schädels, dann spritzt mir sein Blut entgegen.

Allein dieser Satz  hat mich am Anfang des Buches innehalten und mich ein paar Mal das Buch auf- und zuklappen lassen, weil ich dachte, dass ich mich verlesen und das falsche Buch in den Händen halte. Tatsächlich jedoch beginnt die neue Geschichte von Colleen Hoover etwas untypisch und brutal. Der Leser erlebt die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin, die sich eigentlich nur auf dem Weg zu einem Meeting mitmachen wollte. Durch diese bizarre Situation begegnet sie Jeremy, der sich um die schockierte Lowen kümmert und etwas abgehärteter reagiert. Überraschender Weise erklärt dieser zugleich, warum ihm die jeweilige Situation nicht all zu sehr trifft. Zugegeben ist diese Geschichte weder angenehm noch eine dieser Geschichten, die ich jemanden beim Kennenlernen und schon gar keinem Fremden erzählen würde.

Wie es der Zufall will, stellt es sich heraus, dass es sich bei Jeremy um eine Art Arbeitspartner handelt. Lowen ist als Autorin tätig und soll den Thriller seiner Frau weiterschreiben, die wegen einem Unfall nicht mehr ansprechbar ist.
Um dies so schnell und erfolgreich wie möglich abzuschließen, zieht Lowen bei Veritys Ehemann ein und blättert sich durch die Notizen seiner komatösen Frau. Während Lowen eiegnetlich nur den Roman bis zum Schluss schreiben möchte, offenbaren sich jedoch düstere Notizen und Geheimnisse, die nicht nur der Protagonistin einen unangenehmen Schauder über den Rücken jagen.

Ich möchte nicht zu viel über Verity verraten, nur so viel: sie ist eine sehr untypische Mutter. Während die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt, kann es dem Leser dennoch gelingen, sich ein eindeutiges Bild von den Protagonisten zu machen.
Ich für meinen Teil war über eine Figur geschockt und von dieser Figur ebenso angeekelt. Gefühle zu haben sind schön und gut aber wenn sie dich so sehr verändern, dann sollte man sich doch selbst hinterfragen.

Den Schreibstil finde ich wie gewohnt einfach zu folgen und fesselnd.Ja, sogar der düsterte Part hat etwas an sich, wobei ich es trotzdem gewöhnungsbedürftig finde. Die Charaktere an sich haben natürlich ihre eigene Art aber ehrlich gesagt war ich viel mehr von dem Geschehen gefesselt, sodass ich mir nicht zu hundert Prozent ein Bild von den Protagonisten machen konnte.
Nur so viel: Veritys Psyche ist und war sehr, sehr beeinträchtigt  um es nett auszudrcken.
Viele Situationen fand ich sehr verstörend, sodass ich mir drei Mal überlegen sollte, ob ich dieses Buch einem Jugendlichen empfehlen würde. Zurückblickend würde ich sogar eine Warnung bekannt geben, die ich auf keiner Seite bemerkt habe. Die Geschichte beschreibt Kindesmissbrauch, Mord, Abtreibungsversuche und einiges mehr, dass die Leser auf jeden Fall triggern könnte.

Fazit: Verity ist anders als die vorherigen Werke, die von Colleen Hoover erschienen sind. Durchaus ist das Buch gut geschrieben und die alte Art von Colleen ist zu merken aber trotzdem ist das Buch im wahrsten Sinne mit Vorsicht zu genießen.
Die Geschichte ist düster und an vielen Stellen verstörend, wenn nicht sogar ekelerregend. Trotzdem konnte ich das Buch nicht abbrechen, ich wollte wissen, wie es endet und ich wollte, dass eine gewisse Person eine Strafe erhält. Die Liebesgeschichte, die man von Colleen ansonsten gewohnt war, war in diesem Buch leider völlig fehl am Platz und konnte mich nicht überzeugen.


Eckdaten


Originaltitel: Verity
Release: 13. März 2020
Format: Klappenbroschur (368 Seiten)
Genre: Roman, Liebesroman, Slice of Life, Gewalt

Verlag: dtV - Verlagsgesellschaft
ISBN:
978-3-423-23012-4
Preis: 
14,90 € [D] / 15,40 € [A]

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