[Rezension] Lauren Barnholdt - Heat of the Moment [1]






Verlag: cbt ISBN: 978-3-570-31058-8



Inhalt: Lyla kann die Klassenfahrt nach Florida kaum abwarten: Sommer, Sonne und Boyfriend Derrick! Aber es läuft rein gar nichts wie geplant. Erst muss sie mit Bad Boy Derreck zum Flughafen fahren, dann liefert sie sich einen schlimmen Streit mit Derrick und stellt nach Ankunft fest, dass sie ein Zimmer mit Aven und Quinn teilt, ihren ehemals besten Freundinnen. Als Lyla zudem noch eine E-Mail von sich selbst aus der Vergangenheit erhält, mit der Botschaft » Lerne zu vertrauen! «, kommt sie ins Grübeln. Nicht nur über Aven und Quinn, sondern auch über Derreck und Beckett... Quelle: Verlag










Cover: Bei diesem Cover schwanke ich ein wenig. Ja, es strahlt etwas angenehmes und ruhiges aus. Durchaus passt es wohl auch zum Thema Sommer. Helle Fotos gefallen mir meistens am besten und wenn das Bild eines verdeutlicht, dann den zu genießenden Moment. Sei es angenehme, kurze und kühle Brise im Sommer oder - im Falle des Inhaltes - eine Klassenfahrt nach Florida.
Ja, Foto-Cover können mich leider nicht immer überzeugen aber das Foto passt zum Buchtitel. Der Moment wurde perfekt eingefangen und im allgemeinen hat das Cover eine schöne und schlichte Gestaltung.
Da es inzwischen so viele Foto-Cover von Büchern gibt, dürfte es schwer werden, sich von anderen zu unterscheiden. Und ich muss zugeben, dass ich diese Unbeschwertheit immer weniger zu Gesicht bekomme.
Nur fehlt mir bei diesme Cover der Zusammenhang von dieser Geschichte. Wobei ich bei dieser selbst nicht wüsste, welches Cover das passende wäre, doch dazu später mehr.



Inhalt: Eine Klassenfahrt dürfte immer wieder etwas sein, worauf man sich am meisten in der Schulzeit freut. Das heißt, wenn das Verhältnis innerhalb der Klasse dafür optimal ist. Außerdem kann eine Klassenfahrt ein Stück Freiheit bedeuten, schließlich ist man auf dieser immerhin vor den wachsamen Blicken der Eltern geschützt. Doch was ist, wenn alles anders verläuft, als man selbst geplant hat? Wer diese Frage schon immer mal beantwortet haben wollte, der kann in die Rolle von Lyla rutschen. Denn dieser passiert genau das.
Während man sich eigentlich als Klasse trifft und sich gemeinsam auf dem Weg macht, schafft es Lyla den Bus zu verpassen und lässt dadurch die Situation aufleben, vor der sich der eine oder andere gefürchtet hatte. Dadurch dürften ihre Gedanken im Keim erstickt werden, die eine gewisse Priorität besitzen. Zum Glück gibt es jemanden aus ihrer Stufe, der zwar wenig begeistert über die Abschlussfahrt ist aber dafür sorgt, dass die Protagonistin ihre Gedanken aufleben lassen kann. Die anfänglichen Schwierigkeiten hatte nicht nur die Protagonistin. Nachdem ich den Anfang hinter mir gefallen habe, hatte ich mich gefragt, wann ein Moment kommen würde, der mich endlich in die Geschichte ziehen würde. Die Protagonistin trug ihren Teil leider nicht dazu bei. Dies überrascht mich nicht, denn nach jeder zweiten Seite hatte ich das Gefühl, dass es sich nur um das gleiche Thema drehen würde. Natürlich kann eine Klassenfahrt etwas schönes sein und noch aufregender dürfte es sein, wenn der Freund dabei ist aber irgendwie konnte und wollte ich mich nicht für die Protagonistin freuen.
Während der Geschichte hatte ich nicht das Gefühl von einer Klassenfahrt. Dafür, dass eine Klasse eigentlich aus mehreren Personen besteht, kamen immer wieder die gleichen Gesichter zum Vorschein. Auch der Kontakt zum Lehrer und anderen Teilnehmern der Klassenfahrt fehlte mir. Mir schien es so, dass die Lehrkraft nud hin und wieder erwähnt wird, damit der Leser die Glaubwürdigkeit eienr Klassenfahrt nicht infrage stellt.
Allgemein wusste ich Kapitel für Kapitel nicht, was ich von der Geschichte halten sollte. Auch mit den Charakteren konnte ich nicht warm werden. Es fehlte mir an Tiefe, sowohl beim Verlauf der Geschichte, als auch bei der Gruppe von Charakteren, die letzten Endes nur aus drei bis fünf Personen bestand.
Eine beschriebene Klassenfahrt mit einer 'fehlenden Klasse', soll nicht gerade zu meinen Favorieten gehören. Mit der Zeit wird schnell deutlich, welche Richtung die Geschichte annehmen wird,. Mir persönlich fehlte es an Überzeugung. Hinzu kam die Nachricht, die Lyla an sich selbst geschrieben hatte. Ich möchte nicht abstreiten, dass es sich dabei um keine wichtige Botschaft handelt, nur boten sich - meiner Meinung nach - doch wenige Gelegenheiten, um die Botschaft sinnvoll nutzen zu können. 

Anstatt zum wiederholten Male auf das gleiche hinaus zu kommen, hätte mehr aus dieser Geschichte gemacht werden können, selbst wenn es sich erst um den ersten Band einer Reihe handelt. Es ist zu merken, dass sich die Autorin Gedanken gemacht hatte, dass die Idee vorhanden war, nur scheiterte es an der Umsetzung, wie ich finde. Sehr schade, denn an sich war es eine sehr schöne Idee.

Schreibstil: Gleich vorab: ich mag den Schreibstil. Geschichten, die in der ersten Form beschrieben sind, gefallen mir immer noch am besten. Obwohl die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin beschrieben ist, wurde ich mit dieser Geschichte einfach nicht warm.
Die stetigen Wiederholungen tragen u.a. ihren Teil dazu bei. Eine Geschichte kann sich doch nicht nur um das Gleiche drehen. Bei einer typischen Genre würde ich es noch verstehen aber diese soll nicht zu jenem Buch passen.
Auch wenn ich den Schreibstil mag, so ließ dieser mich leider nicht nur einmal entnervt seufzen - ganz zu schweigen von der Handlung. Ich fand die Situationen einfach beschrieben, sodass sie zwar nachvollziehbar und verständlich waren aber es fehlte eindeutig etwas. Das heißt, wenn ich hier und da von so einigen Situationen absehe. Gerade weil einiges zu sehr zu erahnen war.
Auch aus den Charakteren hätte man mehr machen können, denn bei diesem fehlte so einiges. Mir fehlten die Persönlichkeiten, die Entwicklungen und vorallem die Überzeugungen. Auch wenn die Situationen von einer gewissen Echtheit lebten, hätte mehr aus diesen gemacht werden können.
Ich muss der Autorin aber eines lassen: trotz allem hat sie so einige Details berücksichtigt, die sie im Endeffekt noch positiv für ihren Schreibstil nutzen kann. So wie mir schließlich auch die Konversation zwischen den Charakteren, für ihren Alter entsprechend, normal erschienen.

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Charaktere


Lyla
Lyla hat es mir schwer gemacht, mir ein Bild von ihr als Protagonistin zu machen. Während sie scheinbar nur das eine im Sinn hat und die Aufregung darüber steigt, scheint sie gerne über wichtigere Dinge hinweg zusehen. Auch wenn ich ihre Aufregung verstehen konnte, hatte ich mir manchmal gewünscht, dass sie dem Leser auch mal einen Einblick in etwas anderes gestattet.
In manchen Hinsichten verstand ich ihre Art, verschiedene Dinge unausgesprochen zu lassen einfach nicht, sodass sie mir schon fast etwas übervorsichtig erschien. Auch wenn sie keine einfache Vergangenheit hinter sich hat, schien die dennoch eine gewisse Stärke von sich zeigen zu können, was ich auf eine Weise schon bewundernswert fand.
Leider kann ich mir dies nicht immer wieder vor Augen halten, damit ich mit ihr nicht zu hart vors Gericht gehe. Gerade weil ich so einige Verhaltensweisen von ihr nicht überzeugend fand. Womöglich kann man einiges auf ihre Vergangenheit schieben, doch da sich der Mensch bekanntlich entwickelt, möchte ich mich nicht nur auf ihre Vergangenheit festlegen, um mir ein Bild von Lyla machen zu können.
Letzenendes konnte ich weder mit ihr warm werden noch konnte sie mich als Protagonistin überzeugen. Dafür hatte ich ihre Handlungen zu oft infrage gestellt, während die Mehrheit bei mir negativ aufstieß.


Beckett
Beckett war mir zwar durch seine - zum Teil - offene und lockere Art sympathisch aber auch bei ihm konnte ich nicht so recht durchblicken. Ich schätze, dass Beckett durch seine Art wohl ein Freund für jedermann sein könnte. Seine offene und fürsorgliche Seite könnte immerhin dafür sprechen.
Durch seine lässige Art dürfte wohl auch nicht auffallen, wie viele Stunden vergangen sind, in denen man etwas zusammen unternimmt. Ein großer und positiver Effekt, der mir bei Personen doch sehr gefällt. Aber es genügte nicht dafür, seine Rolle festlegen zu können, wie ich finde. Es hätte jede Vermutung aufkommen können und doch weiß man nicht, hinter welcher sich nun wirklich die Wahrheit verbirgt.
Aus diesem Grund konnte auch er mich nicht überzeugen. Von seinem Kumpel sowie Lylas Beziehung, möchte ich gar nicht erst anfangen.

     
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Fazit



Heat of the Moment ist ein Buch, bei dem man zwar abschalten kann aber wenig später vieles infrage stellt. Die Situationen schienen erahnt werden zu können und die Charaktere punkten nicht sonderlich mit ihrer Tiefe.
Zwar handelt es sich um einen guten Schreibstil, sodass die Kapitel eigentlich schnell gelesen sind, doch was hat man davon, wenn man weder von einem noch vom anderen überzeugt ist?
Vielleicht betrachte ich es zu kritisch aber ich werde zukünftig meine Finger von diesem Buch sowie von dieser Reihe lassen. Was eigentlich sehr schade ist, denn ich rechne mit einer positive Entwicklung und möchte der Meinung sein, dass die weiteren Bücher interessanter und glaubwürdiger beschrieben wurden.




Reihe
 






 

Erscheinungsdaten

Die Moment-Triologie

  • Heat of the Moment [1]- bereits erschienen
  • One Moment in Time [2] - bereits erschienen
  • From this Moment [3] - bereits erschienen

  

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