05 Februar 2017

[Rezension] Anna Todd - Nothing Less [7]






Originaltitel:
Nothing Less
Reihe: [7/7]

Format: Klappenbroschur

Genre: Slice of Life, Roman, Romantik, New Adult
Release: Dezember 2016

Seiten:
352
Kapitel: 36

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-41971-1

Preis: 12,99 € [D], 13,40 € [A]







Bad Guy oder Mr. Nice?

Landons Leben in New York ist ein abgefahrenes Abenteuer. Noch immer steht er zwischen zwei ganz unterschiedlichen Frauen: Mit Dakota verbinden ihn die Vergangenheit und viele besondere Erfahrungen. Nora zieht ihn magisch an und fasziniert ihn auf eine Art und Weise, die ihn irritiert. Doch für wen soll er sich entscheiden? Ist es seine Geschichte, die zählt, oder sein Verlangen?
Quelle: Verlag








Cover: Ich hatte bereits bei Nothing More gesagt, dass mir das schlicht wirkende Cover sehr gefällt und dies beziehe ich auch auf das darauf folgende Band. Auch wenn es mir zuvor besser gefiel, dass die Verzierungen in Silber gestaltet wurden, ändert auch die Tatsache, dass ich nicht immer von Gold begeistert bin, nichts daran.
Mir gefällt die simple Gestaltung nach wie vor, auch wenn man erst der Meinung ist, dass die Covergestaltung doch recht eintönig ist, macht dies etwas als Gesamtpaket aus. Womöglich wäre ein Foto-Cover nicht ganz uninteressant gewesen, so wie mich damals Hardins Gesamterscheinung interessiert hatte, bin ich heute auf Landon gespannt. Wer weiß, vielleicht kann der Leser auch hier mit einer neuen Auflage rechnen?
Im großen und ganzen habe ich nichts an dem Cover auszusetzen und wer sich wegen der Reihenfolge nicht sicher ist, dem hilft ein Blick auf dem Buchrücken, da die Reihe nummeriert ist, ohne das Gesamtpaket zu zerstören. Gerade dies gefällt mir ganz besonders, da ich bei manchen Reihen doch ehr den zweiten anstatt den ersten Teil zufassen bekam.

 

Erster Satz: » Ich habe Ellens Geburtstagskuchen schon in den Händen und will ihn nach unten tragen. «
Inhalt: Der Protagonist Landon, steht zwischen den Fronten seiner guten Freundin Tessa und seinem Stiefbruder Hardin. Während der Leser die Achterbahnfahrt der Gefühle und den Vorgängern gewohnt war, verlief die Geschichte rund um Landon eher ruhiger. Ein Protagonist der wohl zu jedem nett ist und auch jeder älteren Dame über die Straße helfen würde - während er mit keiner Gegenleistung rechnet. Kann es also spannend werden?
Ja, das kann es, sobald von einer jüngeren Dame die Rede ist und sobald eine zweite dazu kommt, ist das Dreieck des Dramas komplett! Und sind wir ehrlich: genau das ist es, worüber wir etwas lesen wollen!
Ehrlich gesagt hätte ich Landon niemals als jemanden einschätzen können, der zwei Eisen im Feuer hat, der geschweige denn so begehrt sein kann. Dennoch gefiel er mir in seiner Rolle, sowie auch als Stiefbruder - da Tessa und Hardin nicht komplett von der Bildfläche verschwinden und Hardin das eine und andere Gespräch mit Landon führt. Bei manchen Situationen hatte ich ein kleines Déjá-vu, da Landon natürlich nicht nur den Kontakt zu Hardin auffrischt.
Ich schätze, dass ich in manchen Situationen ebenso drein geblickt haben müsste, sowie es auch bei Landon der Fall sein dürfte. Durchaus wird der Leser gekonnt auf die Achterbahnfahrt der Gefühle mitgerissen und von dem Moment eingenommen, der perfekt zu sein scheint. Wenn ich denn von den Situationen absehe, die alles andere als perfekt sind, bei denen ich mich nicht nur einmal fragte, ob sie inzensiert sind oder der Wahrheit entsprechen sollen. Doch genau dies gefiel mir und lenkte mich von Prince Charming ab, da mich durchauch auch seine andere Seite interessierte! Während stets der Kontrast zwischen Bad Guy und Mr. Nice gut zur Show gestellt wird, amüsierte mich die Tatsache, dass auch andere Romane in diesem Band ihren Platz finden und nicht nur dadurch für genug Abwechslung gesorgt wird.
Dass jedoch auch in ernsteren Fällen, eher auf etwas nebensächliches geachtet und eben auch beschrieben wird, fand ich dann doch etwas eigenartig. "Hey Landon, es wird gerade traurig und dein Typ wird verlangt - aber schon gut, achte du nur auf die Harry Potter-Sticker!" Es hatte einen amüsanten Geschmack aber es war auch eigenartig.
In der Geschichte wird Mr. Nice nicht vergessen, leider auch in Situationen, in denen der Protagonist eher zeigen sollte, dass er einen Arsch in der Hose hat! Was kann daran so schwer sein? Immerhin muss er nicht als ein kompletter Vollidiot dargestellt werden, nur weil er mal etwas unternimmt, dass seinem vorherigen Wesen ein wenig widerspricht. Die Situationen wirken gut abgepasst und genutzt, die mich als Leser zwar frustriert seufzen ließen aber stets zur Geschichte passen und ihren interessanten Teil zu dieser beitragen.


Schreibstil
: So wie auch der Vorgänger, ist diese Geschichte aus der Sicht des Protagonisten zu lesen. Durch seine bescheidene Art, kommt die bekannte Sympathie auf, sodass ich mehr von der Geschichte lesen wollte.
Natürlich trägt der Schreibstil von Anna seinen Teil dazu bei. Mir gefällt ihr leichter Schreibstil, da man von diesem nicht genug bekommt, mehr Kapitel lesen möchte einfacher in die Geschichte eintaucht. Ihre Art zu schreiben passt in die jeweilige Genre und sollte auch für die Zielgruppe optimal sein.
Durchaus gibt es auch Momente, in denen sich die Figuren näher kommen und sich der Leser, den Rest denken kann aber so halten die Szenen, den Leser dennoch bei der jeweiligen fest und lassen ihn die Szenen nicht überspringen. Zumal nicht nur ständig und mit den gleichen Worten das Szenario beschrieben wird.
Abgesehen nutzt die Autorin bekannte Serien und zieht den Leser selbst zu diesen näher heran. Für mich war es eine schöne Abwechslung und meinetwegen hätten sie dies gerne fünf Seiten lang machen können. Zwar fand ich einen Perspektivenwechsel überraschend aber für diesen hat die Autorin einen guten Moment abgepasst und punktet auch bei diesem mit ihrem Schreibstil. Es war erfrischend für mich, die Geschichte rund um Landon, auch mal wieder aus einer weiblichen Sicht lesen zu können.


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Landon: Landon hat ein herzliches Wesen, dass es scheinbar jedem Recht machen möchte, um Konflikten und anderen stressvollen Situationen aus dem Weg gehen zu können. Auch wenn ich die Einstellungen verstehen kann, finde ich, dass er ruhig öfters aus seinem sicheren Häuschen hätte treten können - eben auch aus dem Grund, weil man es nicht jedem Recht machen kann, schon gar nicht immer und nicht so einfach, wie es sich Landon manchmal vorstellt.
Auch wenn mir Landons nette Seite gefiel, hatte ich mit mehr rechnen wollen. Gerne hätte er sich in manchen Situationen auch männlicher aufführen können. Nicht in dem Sinne, der ihn als ein Macho oder auch überheblichen Bad-Guy hätte stehen lassen - sondern als jemanden, der deutliche Zeichen setzt und klare Greznen zieht. Diese Seite hatte ich an ihm so vermisst und ich bin davon überzeugt, dass auch diese Seite gut an ihm ausgesehen hätte.
Trotz allem gefiel mir Landon, der sich auf seine Art an die Frauenwelt herantastet - Wortspiel beabsichtigt! Immerhin hatte die Geschichte und auch sein Wesen dadurch seinen gewissen Reiz und auch Charme! Es geht also doch, man kann ein anzügliches Wesen in sich tragen und muss nicht stets diese 0-8-15-Sprüche von sich hören, die alles andere als erotisch sind und inzwischen nur noch nerven.


Nora: In manchen Fällen nervte Nora mich schon, sodass ich unter anderem das Gefühl hatte, dass sie die typische Rolle der Drama-Queen annimmt. So auch die typischen Abläufe, in denen es offensichtlich ist, wonach es ihr verlangt, ehe sie doch eine andere Richtung anschlägt und nicht nur der arme Landon nicht weiß, was sich momentan vor ihm abspielt.
Zu ihrer Verteidigung muss ich jedoch erwähnen, dass es auch ihre Vernunft ist, die sich einmischt und das gefällt mir! Auch wenn es in den ersten Momenten nicht auffällt, hat auch die Ältere verletzliche Seiten an sich, die den Beschützerinstinkt auch in mir ein wenig wach rüttelt.
An dieser Stelle erwähne ich, dass ich Noras Herangehensweise nicht gut hieß - aber die ich dennoch nicht als etwas falsches empfinden konnte. In manchen Situationen konnte ich sie sogar besser verstehen, als den Protagonisten.
Letzten Endes gefiel sie mir, auch wenn sie ein Geheimnis an sich haften hat, welches nicht so recht zu deuten ist.


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Ich hatte meinen Spaß mit diesem Band. Es ist für einige Überraschungen gut und zeigt Seiten vom Protagonisten, die ihm womöglich gar nicht zu zutrauen waren.
Die Entwicklung schien realistisch und auch wenn für Drama gesorgt ist, nahm dieses nicht die Überhand ein und ließ die Geschihcte interessanter erscheinen.
Letzten Endes müsst ihr selbst entscheiden, ob Landon nun die Rolle vom Bad Guy oder Mr. Nice annehmen wird. So recht möchte ich mich nicht entscheiden aber Landon und seine Geschihcte an sich, waren für mich sehr interessant!


 








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