[Rezension] M. Leighton - The Wild Ones - Verführung [1]




Originaltitel:
The Wild Ones
Reihe: [1/3]

Format: Taschenbuch

Genre: Roman, Young Adult, Liebesroman
Release: Mai 2015

Seiten:
352
Kapitel: 52

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-41880-6

Preis: 8,99 € [D], 9,30 € [A]







Leidenschaft, so heiß wie Mitternacht in den Südstaaten
Trick lächelt, als er mir einen Kaffee reicht. Er zieht den Deckel von seinem eigenen Becher und stößt mit mir an. » Auf lange, heiße Nächte. Mögen noch viele weitere auf uns warten. «
Ich sage nichts, sondern lächle nur, denke aber insgeheim, Verdammt, das hoffe ich wirklich sehr!

Ich sehe, wie er mich über seinen Becher hinweg beobachtet. Ich bin völlig gefangen von seinem Charme und seiner unglaublich sexy Art. Eine überwältigende Mischung. Er zwinkert mir zu und mein Magen flattert. ICh lächle wieder und ignoriere dabei den kleinen Teil meines Gehirns, der mich wanrt, die Sache zwischen uns nicht zu weit zu treiben.
Allerdings befürchte ich, dass es dafür bereits etwas zu spät sein könnte.
Quelle: Verlag








Camille Cami Hines ist die über alles geliebte Tochter des Vollblutpferdezüchters Jack Hines, der die Champions des Süden hervorbringt. Abgesehen davon, dass sie sich manchmal ein wenig eingeengt fühlt, ist Cami bislang recht zufrieden mit ihrem Freund, ihrem Leben und ihrer Zukunft. Doch das war, bevor sie Patrick Henley kennenlernte. Trick verwischt die Grenzen zwischen dem, was Cami will, und dem, was von ihr erwartet wird. Er ist eine Hilfskraft, und Hilfskräfte sind - wenn es nach ihrem Vater geht - verbotene Früchte. Gan zu schweigen davon, dass Trick in hohem Bogen hinausfliegen würde, sollte er Cami verführen. Dabei braucht er die Arbeit, dringend sogar, denn seine Familie ist auf ihn angewiesen. Aber das Herz will nun einmal, was das Herz will...
Quelle: Verlag







Cover: Wem der Name der Autorin ein Begriff ist, der kennt die Covergestaltung zu ihren Werken. Stets ähneln sie sich dem Cover der gleichen Reihe oder eben einer neuen Reihe. An sich gefällt es mir, denn so fällt jedes Cover für sich auf, wenn denn die Konkurrenz nicht so groß ist - und das ist sie!
Gut, auf dem Cover sind Personen abgebildet, die sich offensichtlich zueinander hingezogen fühlen und ihre Hände nicht voneinander lassen können. Durch die Haltung lässt es sich wieder einmal erahnen, in welche Richting sich die Geschichte wenden wird.
Wieder einmal hat die Haltung etwas an sich, dass den Leser neugierig machen könnte aber es ist eben auch nichts Neues mehr. Dennoch gefällt mir die Haltung und vorallem die Tatsache, dass es sich um eine schwarz-weiß-Fotografie handelt. Bei dieser Kombination hatte ich dieses Mal nicht darauf geachtet, ob das Cover mit den Charakterbeschreibungen übereinstimmt - wobei die Gesichter ohnehin nicht all zu gut zu erkennen sind.
Über die Farbwahl des Randes und Buchtitels, lässt sich streiten aber ich finde nicht, dass es die optimalste Wahl für ein schwarz-weiß-Cover ist!

 

Erster Satz: » Ich nehme mir ein Schluck Bier und schaue mich um. «

Inhalt: Die Protagonistin Cami trifft in einer Bar auf Trick, der auf seine Art ein Zeichen hinterlässt, während sie zugleich von ihrem Gegenüber hin und weg ist. Nicht nur das, sie lässt sich auch von Tricks Sprüchen umgarnen. Was mich daran stört? Da wäre Fakt Nummer eins: die Sprüche sind recht billig und von solchen, sollte sich einfach niemand geschmeichelt fühlen. Fakt Nummer zwei - wohl der Hauptstörfaktor in meinen Augen: sie befindet sich in einer Beziehung!
Stets drehen sich ihre Gedanken um Trick - jenen jungen Mann, die sie in der Bar getroffen hat. Während sie sich den Details der Erinnerungen an ihm hingibt, steht die reale Version nicht weit von ihr entfernt, da er ein Angestellter ihres Vaters ist und somit die eine und andere Begegnung nicht ausbleibt. Zufall? Ach, wie komme ich denn darauf?
Die Sympathie zur Protagonistin wollte in diesem Buch einfach nicht aufkommen und dies sollte schlimmer werden, je mehr ich über die Auswirkungen des ersten Treffens erfuhr. Die Tatsache, dass sie jene mit den Auswirkungen vergleicht, die sie nicht von ihrem Freund beschert bekommt, sollte mich auch nicht milder stimmen. Die Geschichte ist schnell zu erfassen und lebt von zufälligen Begegnungen, - die für mich nun weniger überraschend waren - vom Verlangen und Vernunft. Denn eigentlich sollte Trick nicht solche Auswkirkungen auf die Protagonistin haben, wie sie es selbst immer und immer wieder erwähnt.
Womöglich lag es ebenfalls daran, dass ich weder mit Cami
noch mit Trick warm werden konnte. Wobei die unreifen Aktionen der Protagonistin ebenfalls ihren Teil dazu beitrugen. So fand ich zwischen ihr und Trick auch nicht jede Konversation überzeugend, schon gar nicht jene, die von Doppeldeutigkeiten nur so trotzten. Wenn es nicht diese waren, dann die sich stets wiederholenden Reaktionen. Gerade wegen diesen, hatte ich eigentlich mit gar nichts mehr rechnen wollen, bis die Geschichte eine interessante Wendung nahm - und damit meine ich wirklich eine interessante Wendung!
Denn die Situationen, in denen Cami und Trick sich anziehen, es aber nicht sein darf, weil er für ihren Vater arbeitet - waren für mich weder interessant noch in irgendeiner Weise packend.


Schreibstil
: Wer die Werke von dieser Autorin liest, hat die Gelegenheit, in die Rolle der Protagonistin sowie in die Rolle des Gegenparts zu schlüpfen. Stets in der Ich-Form beschrieben, wechseln sich die Perspektiven der Protagonisten und der Person ihres Interesses ab.
Wie gewohnt ist der Schreibstil leicht zu lesen und so wird Kapitel für Kapitel in den wechselnden Perspektiven geschrieben, die den Leser dazu einladen, stets beide Seiten verstehen zu wollen. Erfolgreich, wie ich merken durfte, denn so war ich auf der einen Seite genervt, während ich auf der anderen Seite besänftigt wurde und mein Interesse wuchs.
Der Autorin nimmt man als Leser, sowohl die weibliche als auch die männliche Rolle ab, während die Emotionen und Situationen eigentlich ernst zunehmen sind. Eigentlich.
Doch so ist der Schreibstil auch nichts neues, sowie auch die Ideen nichts neues beinhalten, dass dem Leser vom Hocker reißen könnte. Durch die Wiederholungen - sei es Gedanken, Taten oder Reaktionen - stolpert das Lesevergnügen einfach viel zu oft!
Umso überraschter war ich über die guten Übergänge der Perspektivenwechseln, die den Leser am Ball hielten. Natürlich dürfen auch in diesem Roman keine prickelnde Momente fehlen, doch wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht bewusst auf diese geachtet und sie somit auch übersprungen, da sich auch der Akt vom Buch zu Buch ähnelte, wenn nicht sogar, wie bei den anderen Werken gleich beschrieben war.


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Cami: Cami wollte mir am Anfang so gar nicht gefallen und dies liegt an der Situation, in der sie sich - für mich - nervig präsentierte. Sie lässt sich viel zu einfach von einer Person einnehmen und vergleicht viele Reaktionen mit jenne, die sie bei ihrem Freund nicht mehr spürt.
Dies war für  mich weniger unterhaltend und ließ die Sympathie nicht aufkommen. Natürlich ist es schön, wenn sie sonstiges wieder spürt, woran sie zuvor nicht mehr geglaubt hatte aber...wenn man pro Kapitel aus ihrer Perspektive, gefühlte zehn Vergleiche zu lesen bekommt, ist der Bedarf einfach gedeckt und es nervt nur noch. Vorallem dann, wenn die Person noch nicht einmal für ihre eigenen Gefühle einsteht.
Leider zeigt Cami auch keine Vernunft und verhedert sich in kindische und unreife Aktionen. Gerne hätte ich erlebt, wie sie die Dinge einfach beim Namen nennt und für diese auch einsteht, anstatt sich ablenken zu lassen. Ironischer Weise ist sie nicht nur anderen gegenüber unfair, sondern auch sich selbst. Bei ihr hatte ich das Gefühl, dass sie nur auf einer Stelle steht und wenn ich davon ausgehen wollte, dass sie sich endlich von ihrer richtigen Seite zeigt, sollten es nur sehr, sehr kleine Schritte sein, die meine Geduld auf die Probe stellten.
An manchen Stellen fragte ich mich, ob sie es eigentlich verdienen würde, ihrem Hanny End ohne Schwierigkeiten entgegen zu laufen. Ich hatte mir mehr Herausforderungen für sie gewünscht, mir sogar selbst welche zurecht gedacht, die ich gerne dazu geschrieben hätte, an denen sie zwar gerne hätte scheitern aber auch wachsen können.


 

Trick: Tricks erstes Auftreten fand ich frech sowie amüsant zugleich. Ganz typisch Mann, nutzt er die Vorteile des ersten Treffens mit Cami, sodass man es ihm vermutlich nicht übel nehmen kann. Zumindest solltet ihr nicht nach dem ersten Treffen über ihn urteilen.
Ein zweiter Blick sollte schon eher gelten. Das dachte ich aber die Einstellung von ihm, dass er sich für unwiderstehlich hält, stieß nicht auf meinem Geschmack. Obwohl ich mich neutral halten wollte. Jene Einstellung lässt ihn handeln und ihn das nehmen, was er begehrt. Auf der einen Seite gefällt es mir, dass er sich von niemanden einschüchtern lässt aber auf der anderen Seite stört es mich, dass er es so einfach hat.

Beachtlich fand ich es, dass sein Interesse für Pferde nicht gespielt ist und er auch bei diesen weiß, was er tut und wie er es tun muss. Zugegeben gefiel er mir an der Seite dieser Geschöpfe besser, als an Camis Seite.
Außerdem scheint es auch eine Seite an ihm zu geben, die ihn verwundbar erscheinen lässt und die dafür sorgte, dass er mir letztendlich doch sympathisch erschien. Immerhin!

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Die Geschichte hatte eigentlich nichts neues an sich, eben weil unter anderem vieles zu erahnen war. Zu Beginn wenig überrascht und begeistert über die Handlung, wuchs das Interesse im Laufe der Geschichte. So wirkten die Charaktere auf ihre Art interessant und warfen einige Fragen auf, die das Interesse aufrecht hielten.
Durch den einfachen Schreibstil sind schnell viele Seiten verschlungen. nd das positive an der Reihe ist, dass jede Geschichte - eine Geschichte für sich ist und es somit keine Rolle spielt, mit welchem Band ihr zuerst beginnt. Dennoch hatte mich diese Geschichte nicht sonderlich überzeugt. Sie hat mich auch nicht dazu bewegt, unbedingt die anderen Geschichte der Wild Ones Reihe lesen zu wollen.




 






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