[Manga-Rezension] Mayu Sakai - Sugar * Soldier [Band 1]

Mayu Sakai
SUGAR * SOLDIER  [s/w, Band 1]



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GENRE: Romantik, Shôjo
RELEASE: April 2013
ISBN: 978-3-8420-0716-1
VERLAG: TokyoPop
SEITEN: 196 = 5 Kapitel
PREIS: 6,50€[D], 6,70€[A]

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Inhaltsangabe:
Bitter süß wie Schokolade....
Ihr bisheriges Leben hat Makoto im Schatten ihrer wunderschönen Schwester gefristet, die als Model arbeitet. Doch damit soll jetzt Schluss sein! Makoto möchte endlich ihre Komplexe los werden und genauso süß und selbstbewusst werden, wie diese. Schützenhilfe erhält sie dabei von Shun, ihrem supercoolen neuen Schulkameraden. Aber aller Anfang ist schwer...

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Der Schwerpunkt bei Makoto wird gleich zu Anfang deutlich gemacht. Obwohl sie Zuspruch von ihrer Freundin bekommt, macht es sich Makoto selbst nicht einfach. Als diese von ihrer Schwester von der Schule abgeholt wird, wird deutlich woher die Komplexe kommen und dass diese wohl nicht so ganz unbegründet bzw. weit hergeholt sind. Im Schatten einer schönen und bekannten Schwester zu stehen ist nicht einfach, sodass sich Makoto selbst unter Druck setzt. Schon damals sollte Makoto den Briefboten spielen und bestimmte Briefe an ihre Schwester weiter geben, während die Komplexe von Makoto durch diese Situation erweckt und mit der Zeit gesteigert werden. Sich zum Ziel gesetzt süß und stark zu werden bekommt sie von Shun Unterstützung, der mit ihr auf die gleiche Schule geht und sich zum Ziel gesetzt hat, zu einem coolen Typen heranzuwachsen. Doch Makoto lernt gleich zu Beginn, dass es nicht einfach ist ihr zu erreichen, außerdem scheinen sie Nebenkommentare nicht nur wegen ihr Auftreten zu verunsichern, sondern diese bringen auch ihr Vorhaben ins schwanken Shun näher zu kommen. Ob Shun dennoch in solch einem Moment zur richtigen Zeit kommt, um Makoto zu unterstützen, damit diese ihr Ziel erreichen kann? So einfach scheint sie es nicht zu haben, woran sie selbst nicht gerade unschuldig ist, da es so scheint, als würde sie sich selbst im Weg stehen. So scheint es, dass sie nicht nur mit ihrem Umfeld zu 'kämpfen' hat, welches es zu überzeugen gilt, sondern auch mit sich selbst, damit sie sich selbst überzeugen und vorallem für ihr Auftreten gerade stehen kann.
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Charaktere:

Makoto Kisaragi
Die zierliche, braunhaarige und 15-jährige Makoto steht im Schatten ihrer Schwester und mchte nur eines: als Makoto Kisaragi akzeptiert werden und dabei möglichst süß auftreten. Da sie sich selbst nicht zu knapp unter Druck setzt, freut sie sich über jedes kleine Kompliment, welches sie etwas von ihren Komplexen wegzieht. Sie hat ein ehrliches Auftreten und bekommt von ihrem Freundeskreis mehr Unterstützung und Zuspruch, als sie selbst wahrnimmt. Makoto lässt sich zu leicht verunsichern, das ihre Komplexe widerum zu verstärken scheint. Ob sie sich so wirklich von diesen los reißen kann, scheint eine Frage der Zeit zu sein.

Die Komplexe der Teenagerin...
Diese scheinen mir normal zu erscheinen. Ich bin mir sicher, dass bestimmt einige auf der weiblichen Seite versucht haben süß aufzutreten. Spätestens dann, wenn der Schwarm ins Spiel kommt. Schon im ersten Band habe ich mich gefragt, warum sie so wenig von sich selbst zu halten scheint. So fies es klingt aber manchmal amüsierte es mich schon, wenn sie sich so schnell verunsichern ließ - wobei es natürlich darauf ankam, welche Person es war, die sie verunsicherte. Auch wenn sie im Schatten ihrer Schwester steht, finde ich, dass sie sich auf jeden Fall mehr zutrauen und mehr zu sich stehen könnte. Auch wenn es in ihrem Fall nicht einfach zu sein scheint.

Shun Iriya
Der Schulkamerad Makotos stellt sich beim Kennenlernen nicht gerade geschickt an und haut bei diesem Makoto von den Füßen - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch im Normalfall hat er ein hilfbereites & aufmerksames Auftreten. Dadurch kommt er Makoto näher, der ihr ein Ohr bezüglich dem Hintergrund ihrer Komplexe schenkt und beschließt sie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Trotzem ist er nicht durchschaubar, auch wenn er aus einigen Dingen kein großes Geheimnis macht. Sein Wesen wirkt Kapitel für Kapitel freundlicher und hilfsbereiter. Sich als Ziel gesetzt zu coolen Typen heran zu wachsen, scheint er diesem durch die freundliche Art näher zu kommen.

Der coole Schulkamerad
Ehrlich gesagt habe ich bei ihm nach einem Haken gesucht. Nach irgendetwas. Irgendetwas, dass ihn verrät und ihn nicht so nett und zuvorkommend erscheinen lässt, wie er vorgibt zu sein. Die Tatsache, dass er auf dem anderen Ufer schwimmen könnte oder sonstigen Dreck an seinen Fersen haften hat, wollte ich auch nicht außer Acht lassen und hatte mir darüber ebenfalls Gedanken gemacht. Doch in dem Band ist mir nichts dergleichen aufgefallen - was mich doch etwas stutzig gemacht hat. Mir gefällt seine Spontanität aber so sehr wie er mit den Komplimenten um sich wirft, wirkt er gleichzeitig schon etwas kitschig. Dennoch gewinnt er schon allein mit seiner Sympathie einen Punkt von mir.

Uki Morinaga

Die beste Freundin Makotos, die eine gemeinsame Vergangenheit mit dieser hat, das die Freundschaft um ein weiteres Stück zu bestärken scheint. Von daher scheint es Uki nicht schwer zu fallen Makoto zu durchschauen. Sie hat eine direkte Art an sich, mit der sie Makoto trotzdem zu unterstützen weiß. So gibt sie dieser die nötige Deckung, so weit sie diese braucht.

Die beste Freundin...
...kam im ersten Band weniger zum Zuge, als ich dachte. Gerade weil sie die beste Freundin von Makoto ist, hatte ich mit mehreren Auftritten von ihr gerechnet. Auch wenn es der erste Band ist, fand ich es schade, dass sie in diesem so kurz trat. Dennoch hat es gereicht, um einen Blick in die typische Rolle der besten Freundin zu erhaschen. Sie bemerkt offensichtliche Dinge und bennent diese klar und deutlich, sodass sie das Gegenteil von Makoto darzustellen scheint. Eben das sorgt noch einmal für einen frischen und angenehmen Wind, sodass nicht alles eintönig erscheint.

Rika Kisaragi
Die älteste Schwester von Makoto ist ein Model und eine Perfektionistin. Schon als sie jünger war, hatte sie eine süßere Seite an sich, als es bei ihrer Schwester der Fall war. Rika hat eine spontane, fröhliche und offene Art an sich, die den Umgang mit ihrem Umfeld vereinfacht. So weit man es von ihren kurzen Auftritten im ersten Band behaupten kann.

Große Schwester im Rampenlicht
Für den Anfang weiß ich nicht, was ich von ihr halten oder wie ich sie allgemein einschätzen soll. Womöglich liegt es daran, dass sie eben im ersten Band so kurz trat, dass man sich noch keine all zu große Meinung bilden kann und den Rest auf sich wirken lassen muss. Womöglich sind Makotos Komplexe dafür mitverantwortlich, dass man Rika in ein falsches Licht rückt, obwohl ihr eigenes Verhalten nicht darauf zurück führen lässt. Im Gegenteil. Sie setzt sich für ihre Ziele ein, strebt diese fleißig an und ist bei diesen erfolgreich. Eine Perfektionistin durch und durch? Bisher zeigt sie solch ein Bild von sich aber - nein, ich rechne erst gar nicht mit einem aber. Jedenfalls mit keinem, welches sie als einen unsympathischen Charakter auftreten lässt.

Nanami Shirayaki
Eine Klassenkameradin Makotos, die außerhalb der Schule Gothic-Kleidung trägt und ein ruhiges Auftreten hat. Auch wenn sie meist in Rätseln spricht, beeinflusst dies ihr freundliches Auftreten nicht sonderlich. Es könnte sein, dass sich einige an ihren Kleidungsstyle und somit an ihrem allgemeinen Auftreten gewöhnen müssen aber an sich, sollte es beim Durchblättern und Lesen keine große Schwierigkeiten darstellen. In ihr scheint Makoto eine weitere Unterstützung zu finden, auch wenn es im Gegensatz zu Uki nicht klar zu sein scheint, ob sie weiterhin auf dieser Seite bleiben wird.

Schneewittchen auf Umwegen
Mir gefällt sie! Allein ihr Auftreten beweist viel Mut und zeigt, wie sie zu einer Sache steht. Im Nachhinein habe ich mich in ihr getäuscht und ich weiß nicht, ob es mich beruhigen oder unzufrieden stimmen soll. Bisher zeigt sie nicht jenes Auftreten, mit dem ich ganz fest gerechnet hatte - eben das enttäuscht mich dann doch ein wenig, was nicht beiden soll, dass sie deswegen uninteressant ist. Das Gegenteil ist der Fall! Allein durch ihr Auftreten außerhalb der Schulzeit ist sie mir symphatisch. Auch wenn dieses in Japan wohl üblich ist.

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Bewertung:
Cover: 4/5
Das Cover ist schon süß gestaltet und die Pose Makotos passt schon zum Titel, sowie die Süßigkeiten auf diesem den Rest übernehmen. Dennoch hatte mir die Zeichnung allgemein auf dem Cover nicht so wirklich gefallen. Gerade weil es nicht das erste Werk von Mayu Sakai ist, welches ich in den Händen gehalten habe. Shun wirkt auf dem Cover kindlicher, als er allgemein in der Geschichte auftritt und gezeichnet ist. Wahrscheinlich tue ich mich deswegen etwas mit dem Cover schwer.

Charaktere: 5/5
Auch wenn ich bei einer Person mit mehr rechne und sie noch nicht so ganz durchschaue, habe ich nichts zu bemängeln. Die Charaktere stimmen von vorne bis hinten und bieten eine gute Mischung. So ist von allem etwas in jedem vertreten. Sei es die kindische Seite, die vernünftige, die teils erwachsene Seite usw. usf. Zum Teil ist in jedem etwas davon zu erkennen und das macht jeden auf seine Art einzigartig. So wie es bei jeder Person eben auch sein sollte, finde ich es in dem Band sehr gut umgesetzt.

Handlung: 5/5
Die Handlung ist simple und hin und wieder etwas kindlich aber auch amüsant aufgestellt. Sie wirkt nicht zu eintönig und die Charaktere sorgen für einen neuen Wind, auch wenn noch nicht jeder einzeldn so gut zur Geltung gekommen ist. Den ersten Band fand ich recht angenehm, weil man der Story einfach folgen und sich schon ein leichtes Bild von den Charakteren machen konnte. Gleichzeitig wirkt es nicht zu eintönig und weckt die Neugierde, was sich nicht nur auf die Handlung sondern auch auf die Hintergründe der Charaktere bezieht.

Spannung ●●●○○
Romantik ●●●○○
Komödie ●●●○○
Trauer ○○○○○

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FAZIT
Die Story bisher ist simple und erinnert mich an jene von Rockin' Heaven - ebenfalls von Mayu Sakai. Ich möchte es nicht vergleichen aber bestimmtes ist ir dennoch ins Augen gestoßen, dass mir bereits bekannt vorkam. Eben dies könnte ein Nachteil von Geschichten der gleichen Mangaka sein. Dennoch gefällt mir die Story sowie mir auch die Charaktere gefallen. Bei einigen macht man sich ein schnelles Bild und schätzt sie womöglich aus diesem Grund falsch ein. Doch gerade das macht es so interessant. Obwohl mit gewissen Szenen schon gerechnet werden  kann, wenn es nicht das erste Werk von Mayu Sakari ist, welches man in den Händen hält.





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